Militärhistorisches Museum Dresden

Militärhistorische Museum der Bundeswehr in Dresden

Das Militärhistorische Museum der Bundeswehr in Dresden gehört mittlerweile zu den größten militärhistorischen Museen Europas und zu den vier größten Geschichtsmuseen in Deutschland. Zum Museum gehört nicht nur der Hauptsitz am Olbrichtplatz in der Dresdner Albertstadt, sondern auch die Außenstellen Militärhistorisches Museum Flugplatz Berlin-Gatow und die Ausstellungen in den Zeughäusern auf der Festung Königstein. Erst seit Oktober 2011 ist das Museum in Dresden wieder für Besucher geöffnet, zuvor wurde es ab 2004 umfassend umgebaut.

Geschichte vom Militärhistorischen Museum

Das Gebäude am Olbrichtplatz entstand bereits in den 1870er Jahren, diente als Arsenalgebäude und war damals der Mittelpunkt der Albertstadt. Bereits 1914 fand hier ein Armeemuseum Platz, welches 1940 in Heeresmuseum umbenannt wurde und bis 1945 geöffnet war.  Nach Ende des Zweiten Weltkriegs beschlagnahmte die Rote Armee große Teile der Bestände und ließ sie in die Sowjetunion abtransportieren – es erfolgte die Auflösung des Museums. Nun war das Gebäude bis 1967 nicht nur Ort des Geschehens für Ausstellungen des Stadtmuseums sondern auch des Dresdner Striezelmarktes. 1972 eröffnete das Deutsche Armeemuseum mit dem Schwerpunkt Armeemuseum der DDR das Arsenalgebäude am Olbrichtplatz auf einer Ausstellungsfläche von 8.000 m². Mit der Wende übernahm das Bundesverteidigungsministerium das Museum und benannte es in Militärhistorisches Museum um. Der Umbau nach den Plänen des Architekten Daniel Libeskind dauerte 7 Jahre und verschlang 62,5 Millionen €.

Landekapsel von Sojus-29
Landekapsel von Sojus-29
Brandtaucher - eines der ersten U-Boote
Brandtaucher – eines der ersten U-Boote

Was gibt es im Museum zu sehen?

Was im Museum zu sehen ist, lässt sich kaum in ein paar Sätzen zusammenfassen, dafür ist die Sammlung schlicht zu groß. Allein die Uniformensammlung umfasst rund 70.000 Stücke, die meisten davon aus der Zeit ab 1900. Oberbekleidung, Wäsche, Schuhwerk wie Schaftstiefel, Kopfbedeckungen, Ausrüstungsgegenstände, Abzeichen, Flaggen und Fahnen, der Schwerpunkt liegt auf deutschen Exponaten, aber auch Stücke aus ausländischen Streitkräften sind vertreten, sodass sich Bündnispartner verschiedener Epochen in die Ausstellung einbeziehen lassen.

Eine eigene Sammlung widmet sich Orden, Ehrenzeichen, Medaillen, Erinnerungsgeschenken, Pokalen, militärischem Spielzeug sowie historischen Wertpapieren und Zahlungsmitteln. Dazu kommt eine umfangreiche Waffensammlung: Gewehre, Maschinengewehre, Karabiner, Pistolen, Degen, Bajonette, Säbel, Dolche und Stangenwaffen gehören ebenso dazu wie schweres Gerät aus dem Bereich Militärtechnik, Raketen- und Flammenwerfer, Land-, Luft- und Wasserfahrzeuge, Granaten, Torpedos und Seeminen, teilweise als maßstabsgerechte Nachbildungen.

Wer eher an Kunst interessiert ist, kommt ebenfalls auf seine Kosten. Die Kunstsammlung geht auf das Jahr 1857 zurück und umfasst heute 1.100 Gemälde, 12.000 Zeichnungen und Grafiken sowie eine große Zahl an Plastiken, allesamt mit den Themen Krieg und Militär. Vertreten sind unter anderem Werke von Max Liebermann und Jacques Callot. Bemerkenswert ist außerdem, dass das Museum die bundesweit größte Sammlung von Kunstwerken besitzt, die von der Nationalen Volksarmee der DDR angekauft oder in Auftrag gegeben wurden.

Zu den besonderen Einzelstücken zählen der rekonstruierte Brandtaucher, gefertigt aus Fragmenten des ersten deutschen U-Bootes –, die Landekapsel der Sojus 29 mit der Sigmund Jähn als erstem Deutschen ins All flog, sowie ein Binnenminensuchboot. Für einen Besuch sollte man ruhig einen ganzen Tag einplanen.

Waffensammlung & Militärtechnik

Das militärhistorische Museum verfügt außerdem über eine große und kostbare Waffensammlung. Zu den ausgestellten Exponaten gehören unter anderem Gewehre, Maschinengewehre, Karabiner, Pistolen, Degen, Bajonette, Säbel, Dolche und Stangenwaffen. Ebenfalls sehr interessant sind die Ausstellungsstücke des Sachgebiets Militärtechnik. Hier sind unter anderem Raketen- und Flammenwerfer, verschiedene Land-, Luft- und Wasserfahrzeuge, Granaten, Torpedos, Seeminen und dergleichen. Zum Teil handelt es sich maßstabsgerechte Nachbildungen. Kunstliebhaber kommen im militärhistorischen Museum ebenfalls auf ihre Kosten. Bereits 1857 wurde der Grundstein für die Kunstsammlung des Museums gelegt, als Offizier Ludwig Georg von Wurm Bilder zur Historie der Königlich-Sächsischen Armee zusammentrug.

Kunstsammlung mit 1.100 Gemälden

Mittlerweile umfasst die Kunstsammlung allein 1.100 Gemälde und 12.000 Zeichnungen und Grafiken. Außerdem wird eine große Anzahl an Plastiken ausgestellt. Die Kunstwerke setzen sich allesamt mit den Themen Krieg und Militär auseinander. Vertreten sind zum Beispiel Werke von Max Liebermann und Jacques Callot. Erwähnenswert ist außerdem, dass das militärhistorische Museum deutschlandweit die größte Sammlung von Kunstwerken verfügt, die von der Nationalen Volksarmee der DDR angekauft oder in Auftrag gegeben wurden.

Das Militärhistorisches Museum heute

In der Dauerausstellung gibt es 9 Themenparcours mit vielen Informationen zu Themen wie Krieg und Gedächtnis, Militär und Technologie, Tiere und Militär, Politik und Gewalt sowie Herausforderungen des 20. Jahrhunderts. Für einen Besuch des Militärhistorischen Museums kann man locker einen Tagesausflug einplanen. Zu den besonderen Exponaten zählen unter anderem der rekonstruierte Brandtaucher aus Fragmenten des ersten deutschen U-Bootes, die Sojus 29 (Landekapsel des ersten Deutschen im All) sowie ein Binnenminensuchboot.

Öffnungszeiten & Eintrittspreise

Das Museum ist täglich von 10 bis 18 Uhr (montags 10 – 21 Uhr) geöffnet und mittwochs geschlossen.

  • Erwachsene zahlen 5 € (mit Wanderausstellung 7 €)
  • Kinder zahlen 3 bzw. 4 € Eintritt.

Karte & Anfahrt

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