Dresden 1945 – Der Bombenangriff der Alliierten

Dresden 1945 nach Luftangriff
Blick vom Turm der Kreuzkirche auf die durch die Luftangriffe zerstörte Innenstadt Dresdens in Richtung des Pirnaischen Platzes (1945) / Bild: G. Beyer / CC-BY-SA 3.0

Das Geschehen am 13.-14.02.1945 jener Tage hat sich tief in die Biographien der Überlebenden und ihrer Stadt eingebrannt. Bis heute ist die Erinnerung an den Februar 1945 in Dresden lebendig.


Was ist am 13. Februar 1945 in Dresden passiert?

Im Februar 1945 wurde Dresden, während des Zweiten Weltkriegs, von den Alliierten bombardiert. Am 13. und 14. Februar flogen britische und US-amerikanische Bomberangriffe auf die Stadt, die zu einer verheerenden Feuersturm führten und schätzungsweise 25.000 Menschen töteten. Es gab auch erhebliche Schäden an der historischen Altstadt und anderen Teilen der Stadt.

Die genauen Umstände und Gründe für den Angriff sind bis heute umstritten und diskutiert. Einige sehen ihn als notwendige militärische Operation, um den Krieg zu gewinnen, während andere ihn als unnötige Zerstörung von Zivilisten und Kulturgütern ansehen.

Wer war für den Bombenangriff verantwortlich?

B-17 „Flying Fortress“ der USAAF
B-17 „Flying Fortress“ der USAAF

Die Verantwortung für den Bombenangriff auf Dresden im Februar 1945 lag bei den alliierten Streitkräften, insbesondere bei der Royal Air Force (RAF) und der United States Army Air Forces (USAAF). Die Entscheidung für den Angriff wurde wahrscheonlich auf höchster Ebene der alliierten Kriegsführung getroffen, und es gibt keine klaren Beweise dafür, dass eine bestimmte Person oder Gruppe für die Entscheidung verantwortlich war.

Es wird jedoch allgemein angenommen, dass der Angriff von der britischen Regierung unter Winston Churchill und dem US-amerikanischen Präsidenten Franklin D. Roosevelt genehmigt wurde. Die genauen Gründe für den Angriff sind bis heute Gegenstand von Diskussionen und Debatten. Einige sehen ihn als notwendige militärische Operation, um den Krieg zu gewinnen, während andere ihn als unnötige Zerstörung von Zivilisten und Kulturgütern ansehen.

Bericht zur Bombennacht in Dresden

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Im Februar 1945 wurde das Stadtzentrum von Dresden von alliierten Bombern angegriffen und in ein Inferno verwandelt. Die Erinnerung an die Opfer ist bis heute von Kontroversen überschattet: War der Angriff eine Tragödie oder ein Verbrechen? Wie viele Menschen kamen ums Leben – Zehntausende oder Hunderttausende? Hier sind einige Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Für Überlebende der Katastrophe ist Dresden oft eine Kulturmetropole, die militärisch keine Bedeutung hatte. Fünf Monate vor Kriegsende war die Stadt noch weitgehend intakt. Aber der von Deutschland entfesselte Angriffskrieg war ins eigene Land zurückgekehrt, und der Vormarsch der Roten Armee hatte Angst und Schrecken ausgelöst. Flüchtlinge aus Schlesien strömten nach Dresden, und für die Führung der Wehrmacht war die Elbmetropole jetzt ein Bollwerk gegen den Feind. Am 1. Januar 1945 erklärten sie die Stadt zur Festung.

Die Entscheidung war gefallen: Dresden sollte bis zum letzten Mann verteidigt werden. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden große Anstrengungen unternommen. Es wurde Personal mobilisiert, Material herangeschafft und Hunderte von Geschützen aufgestellt. Bereits sechs Wochen vor dem großen Angriff wurden Straßensperren gebaut und eine intensive Vorbereitung für eine mögliche Abwehrschlacht bei Dresden durchgeführt.

Nicht die nahe Sowjetarmee wird zur Gefahr für Dresden, sondern die weit entfernten Briten und Amerikaner.

Der britische Premierminister Churchill hatte bei seinem sowjetischen Gastgeber Stalin ein Angebot im Gepäck. Er schlug vor, dass Dresden und andere ostdeutsche Städte, die bislang von Luftangriffen verschont geblieben waren, bombardiert werden sollten. Stalin und der amerikanische Präsident Roosevelt stimmten dem Vorschlag zu.

Für Churchill war es von großer Bedeutung, die Rote Armee und die Sowjets so gut wie möglich zu unterstützen. Da die alliierten Truppen auf dem Weg zum Rhein langsamer vorankamen als erwartet und auf starken Widerstand stießen, hielt er es für notwendig, ostdeutsche Städte zu bombardieren, um den Sowjets zu helfen.

Amerikanische Boeing B-17 „Flying Fortress“ beim Bombenwurf
Amerikanische Boeing B-17 „Flying Fortress“ beim Bombenwurf

Der Angriff hatte einen Namen. Operation „Thunderclap“, zu Deutsch „Donnerschlag“.

Phase 1: Am Abend des 13. Februar 1945 um 22:03 Uhr starteten die Briten die erste Phase ihres Angriffs, indem sie Leuchtmarkierungsbomben abwarf, um das Zielgebiet zu markieren. Das Fußballstadion im Ostra-Gehege diente als ein deutlicher Orientierungspunkt, von dem aus die Altstadt in Abschnitte von etwa viereinhalb Quadratkilometern aufgeteilt wurde.

Phase 2: Durch den Einsatz von Leuchtstäben wurde die dunkle Stadt für die nachfolgenden Bomber sichtbar gemacht. Die überraschten Bewohner flüchteten in die Keller ihrer Häuser, da es in Dresden kaum Luftschutzbunker gab, wie sie in anderen häufig bombardierten Städten zu finden waren.

Phase 3: In der dritten Phase des Angriffs wurden Spreng- und Brandbomben abgeworfen, wobei 507 Tonnen Sprengbomben und 374 Tonnen Brandbomben auf die Stadt fielen. Nach 25 Minuten endete der Angriff vorerst.

Phase 4: Nach einer Weile Ruhe und absoluten Stille kam ein Sirenenton. Entwarnung. Die Bewohner gingen aus dem Keller wieder nach oben. Ein Fehler.

Ein zweites Geschwader von Bombern befand sich bereits auf dem Anflug, als es gegen 1:23 Uhr, etwa drei Stunden nach dem ersten Angriff, Dresden erreichte. Diesmal war keine Markierung mehr erforderlich, da die brennende Stadt nicht zu übersehen war. Insgesamt wurden über 965 Tonnen Sprengstoff- und über 800 Tonnen Brandbomben abgeworfen, was mehr als doppelt so viel war wie beim ersten Angriff.

Quelle: Auszug aus dem Video von Terra X History (ZDF)

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Leichenberg auf dem Dresdner Altmarkt, Februar 1945
Leichenberg auf dem Dresdner Altmarkt, Februar 1945 / undesarchiv, Bild 183-08778-0001 / Hahn / CC-BY-SA 3.0

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