Reiche Zeche Freiberg – Abenteuer im alten Silberbergwerk

Alter Bergmann in der Reichen Zeche Freiberg

Bergbau in Freiberg

Wie keine andere Stadt Sachsens ist Freiberg mit dem Bergbau verbunden. Die Jahrhunderte alte Tradition des Bergbaus mag heute in der Form so nicht mehr betrieben werden, aber eine Reise in die Geschichte des Bergbaus sollte man auf jeden Fall einmal erlebt haben. Hier bietet sich ein Abstieg in das Silberbergwerk Freiberg an, genauer genommen die „Reiche Zeche“.

Geschichte „Reiche Zeche“

Bereits vor ĂŒber 600 Jahren muss es die „Vordere Reiche Zeche“ gegeben haben, dies ist einer Urkunde aus dem Jahr 1384 zu entnehmen. Beachtenswerte 5.000 Tonnen des wertvollen Silbers wurden im Laufe der Zeit gefördert. Das Gebiet der Bergwerke unter Freiberg erstreckt sich auf einer FlĂ€che von 5 km x 6 km und teilweise auch darĂŒber hinaus.

„Reiche Zeche“ heute

Heute ist die „Reiche Zeche“ nicht nur Besucherbergwerk sondern auch Bestandteil des Forschungs- und Lehrbergwerkes der TU Bergakademie Freiberg. FĂŒr Interessierte geht es gut 150 m mit dem Förderkorb unter die Erde.

Im Rahmen verschiedener FĂŒhrungen kann man sich entweder fĂŒr eine Erlebnistour (fĂŒr Kinder ab 12 Jahren), einen Sagenpfad (fĂŒr Kinder ab 12 Jahren), den Untertage-Lehrpfad (fĂŒr Kinder ab 6 Jahren) Grubentour (fĂŒr Kinder ab 12 Jahren) oder aber eine Expertentour (ab 16 Jahre) entscheiden. Jeweils von Mittwoch bis Freitag von 9-17 Uhr steht das Bergwerk fĂŒr Besucher offen.

Übersicht der Schachtsignale

Schachtsignale im Silberbergwerk Alte Zeche Freiberg
Schachtsignale im Silberbergwerk Alte Zeche Freiberg

Bergmannssprache – Übersetzung

FĂŒr Wissbegierige hier eine kleine Übersicht der Bergmannssprache zum besseren VerstĂ€ndnis:

  • abteufen – wenn ein neuer Schacht in die Erde gebaut wird
  • abwetter – verbrauchte Luft, die aus den Gruben geleitet wird
  • Alter Mann – abgebaute RĂ€ume, die nun unzugĂ€nglich sind
  • aufwĂ€ltigen – eine verfĂŒllte Grube wieder herstellen
  • Berggeschrei – Beginn des Silberbergbaus im Erzgebirge
  • Erbstollen – Stollen zur Wasserlösung
  • Frosch – Öllampe
  • GezĂ€he – Werkzeug eines Bergmannes
  • Hunt – offener Förderwagen
  • Katze –  an der Decke installiertes Fördersystem
  • Kumpel – Bergmann
  • Zeche – Grube / Schachtanlage
MĂ€nner unter Tage - Historische Filmaufnahmen aus dem Bergbau

Deutschland im Wirtschaftswunder: Die Industrie verlangt nach Kohle, und die Zechen an Ruhr und Saar fördern das "schwarze Gold" fĂŒr den Wiederaufbau. In seltenen Original-Filmaufnahmen aus den 50er und 60er Jahren wird der Alltag der "MĂ€nner unter Tage" wieder lebendig. Mehr und mehr ĂŒbernehmen nun Maschinen die Knochenarbeit der Kumpel, doch noch ist der Beruf des Bergmanns geprĂ€gt vom harten körperlichen Einsatz und von den Gefahren, die in der Grube lauern...

4 Bonusfilme:
"Die Geschichte des Ruhrgebiets"
Spannende Reise von der Karbonzeit bis heute, mit unbekannten historischen Filmen, Luftaufnahmen und Zeitzeugen-Interviews.
Laufzeit: 58 Min.

"SchĂ€tze unter Deinen FĂŒĂŸen"
Bergbau im Deutschland der 50er und 60er Jahre: Braunkohletagebau, Torfgewinnung, Salz, Kali, Flussspat, Eisenerz, Graphit, Bleierz, Silber, Steinkohle und Pechkohle.
Laufzeit: 42 Min.

"Forschungsbergwerk Asse"
Bis 1978 wurden im ehemaligen Salzbergwerk "Asse II" schwachradioaktive AbfÀlle eingelagert. Bislang unveröffentlichte Filmaufnahmen dokumentieren die Arbeit in der Asse.
Laufzeit: 14 Min.

"Goldminen in SĂŒdafrika"
In bis zu 4.000 Meter tiefen Bergwerken und in gigantischen Tagebauminen wird Gold geschĂŒrft. Einer der bestbezahlten, aber auch gefĂ€hrlichsten Jobs in SĂŒdafrika...
Laufzeit: 16 Min.

Öffnungszeiten

Montag10:00-16:00
Dienstag10:00-16:00
Mittwoch10:00-16:00
Donnerstag10:00-16:00
Freitag10:00-16:00
Samstag11:00-17:00
SonntagGeschlossen

Angaben ohne GewÀhr. Infos unter www.silberbergwerk-freiberg.de


Über DresdenAusflug 93 Artikel
Mein Name ist Andreas Fiedler und ich bin in der Region Dresden zu Hause. An den Wochenenden bin ich oft unterwegs um Neues zu entdecken. Da ich gut mit der Kamera umgehen kann, erstelle ich mein Bildmaterial selbst.
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