Ausflug zur Festung Königstein

Ausflug zur Festung Königstein
Der Hungerturm auf der Festung

Die gr√∂√üte Festung Deutschlands, Festung K√∂nigstein, thront √ľber dem Elbtal in der s√§chsischen Schweiz. Es ist ein beliebter Tagesausflug mit der S-Bahn aus dem nahe gelegenen Dresden. Die Festung K√∂nigstein ist die gr√∂√üte Festung Deutschlands. Es liegt auf einem flachen H√ľgel, von wo aus es 240 m √ľber dem Elbtal in der s√§chsischen Schweiz bei Dresden thront.

Festung Königstein hat wieder offen Die Festungstore sind ab 04. Mai 2020 wieder geöffnet und wir freuen uns auf Ihren Besuch! Mehr auf https://www.festung-koenigstein.de

Festung Königstein von oben
Festung Königstein von oben

Die Geschichte der Festung Königstein

Die Geschichte der Festung K√∂nigstein reicht mindestens bis ins fr√ľhe dreizehnte Jahrhundert zur√ľck, erlangte jedoch erst eine echte Bedeutung, als sie 1459 Teil des heutigen Sachsen wurde. Unter s√§chsischer Kontrolle wurde sie zu einer massiven Festung ausgebaut, die nie im Kampf eingenommen wurde.

Die Festung ist von einer fast 1,6 km langen Mauer umgeben, die ein Gebiet von 9,5 ha mit Platz f√ľr Paraden und etwa 30 Geb√§ude einschlie√üt. Besonders hervorzuheben sind die √§ltesten Kasernen Deutschlands (ab 1589) und ein noch funktionierender Brunnen, der im gleichen Zeitraum 152,5 m durch festes Gestein gebohrt wurde.

Im Laufe der Geschichte beherbergte die Festung einige bemerkenswerte Personen und Gegenstände. Der sächsische Königshof floh hierher während verschiedener Kriege und innerstaatlicher Umwälzungen, einschließlich des Siebenjährigen Krieges und der Revolutionen von 1848. Bevor Johann Böttger die Geheimnisse der Porzellanproduktion entdeckte, wurde er hier eingesperrt, weil er kein Gold produzierte. Auch Zar Peter I., Friedrich der Große und Napoleon schliefen hier.

W√§hrend des Zweiten Weltkriegs wurde ein Gro√üteil der Kunstsammlung der beeindruckenden Dresdner Museen hier zur Aufbewahrung versteckt. Zu dieser Zeit diente Festung K√∂nigstein als Gef√§ngnis f√ľr hochrangige franz√∂sische Offiziere. Die Flucht von General Henri Giraud war bekannterma√üen die einzige erfolgreiche Flucht aus der Festung.

Highlights der Festung

Plan der Festung Königstein
Plan der Festung Königstein

Hungerturm

Ausflug zur Festung Königstein
Der Hungerturm auf der Festung

Warum dieser kleine Turm der Festung K√∂nigstein auch Hungerturm genannt wird, steht nicht fest. Dieser kleine Turm an den Mauern der Festung diente wahrscheinlich niemals als Verlies. Das benachbarte “T√ľrken-Loch”, benannt nach einem Gefangenen, wurde tats√§chlich laut Schriftst√ľcken als Verlies genutzt.

√úbrigens gibt es auch noch einige unterirdische Gef√§ngnisse f√ľr gemeine Verbrecher wie das Mohrenloch und die T√ľrkenkammer.

Neues und Altes Zeughaus

Zeughaus von Koenigstein
Neues Zeughaus von Koenigstein

Das Neue, sowie das Alte Zeughaus auf der Festung wird aktuell f√ľr Dauerausstellungen genutzt. Im Neuen Zeughaus findet man die Ausstellung Faszination Festung. Diese Dauerausstellung im Neuen Zeughaus der Festung K√∂nigstein pr√§sentiert in zw√∂lf Abteilen mit √ľber 200 Objekten und Bildern eine Geschichte √ľber befestigte Orte und Festungen im Laufe der Zeit. Ein besonderes Augenmerk wird auf historische und moderne Angriffs- und Verteidigungswaffen gelegt.

Vom 3. Februar bis 30. Juli 2020 ist die Ausstellung im Alten Zeughaus auf Grund von Renovierungsarbeiten geschlossen. In der neuen Dauerausstellung geht es um eindrucksvolle Kanonen und Mörser, von denen die meisten einst zur Bewaffnung des Königsteins gehörten. Ein Model im Maßstab 1:20 des Alten Zeughauses, das mit Waffen und mit Personal den Zustand im Jahr 1647 zeigt, ist im Alten Zeughaus ebenfalls zu sehen.

Friedrichsburg

Friedrichsburg auf der Festung Königstein
Blick auf die Front der Friedrichsburg mit ihrer Doppeltreppe

Der alte Vergn√ľgungspalast an der Festungsmauer bietet einen einzigartigen Blick auf das Elbsandsteingebirge. Es wurde Ende des 16. Jahrhunderts im Renaissancestil erbaut und hie√ü urspr√ľnglich “Christiansburg” nach dem s√§chsischen Kurf√ľrsten Christian I. W√§hrend sich im Erdgeschoss urspr√ľnglich Gesch√ľtze befanden, wurde das Obergeschoss als Ballsaal genutzt. 1728 besuchten der preu√üische K√∂nig Friedrich Wilhelm I. und sein Sohn, sp√§ter Friedrich II., den K√∂nigstein. Zum Gedenken an das Treffen der drei Br√ľder in Christiansburg wurde das Geb√§ude in “Friedrichsburg” umbenannt. Drei Jahre sp√§ter ordnete der Kurf√ľrst den Umbau in einen Barockpavillon mit doppelter Treppe an, das 1744 leider durch einen Blitz zerst√∂rt wurde. Heute ist die kleine, aber festliche Barockspiegelgalerie stilvoll eingerichtet und kann f√ľr Events gemietet werden.

Brunnenhaus

Brunnenhaus Festung Königstein
Brunnenhaus Festung Königstein

Der Brunnen der Festung K√∂nigstein ist 3,50 m breit und 152,50 m tief und einer der bekanntesten Tiefbrunnen Europas. Nach einem zun√§chst z√∂gernden Baubeginn ab 1563 wurde er zwischen 1566 und 1569 von Freiberger- und Marienberger Bergleuten mit Werkzeugen (Hammer und Mei√üel) sowie Keilen und Zangen in den Sandsteinfelsen getrieben. 1712 soll der aktive russische Zar Peter I. (der bereits 1698 den K√∂nigstein besucht hatte) w√§hrend seines Aufenthalts pers√∂nlich die Tiefe des Brunnens mit einem Seil gemessen haben. Die Quellwasserversorgung des Brunnens, die etwa acht Kubikmeter pro Tag betr√§gt (gemessen 1929), beginnt in einer Tiefe von 139 m. Der Boden des Brunnens befindet sich 88 m √ľber dem Elbespiegel. Die H√∂he des Wasserspiegels betr√§gt ca. 5 m. Bis 1967 (bis die Festung an das regionale Trinkwassernetz angeschlossen war) oder 398 Jahre lang wurde der Brunnen zur Versorgung der Festung mit Trinkwasser genutzt. Heute pumpt ein restauriertes elektrisches Hebesystem aus dem Jahr 1912 im Rahmen von Vorf√ľhrungen Wasser aus dem Brunnen.

Brunnenhaus:

  • Erbaut 1735-37, kugelsicheres Sandsteingew√∂lbe
  • 1881 Betondecke mit Granitpr√§gung auf Stahltr√§gern zum Schutz des Brunnens

Brunnen: 

  • 1563-69 versenkt (vertikal nach unten gebaut) 152,5 m tief
  • Wasserpumpen zun√§chst mit G√∂pel, sp√§ter Tretrad
  • Dampfmaschine von 1871, Elektromaschine von 1912; 1967 entwaffnet
  • Die Wasserpumpentechnologie funktioniert seit 1998 wieder

Garnisonkirche

Garnisonkirche auf der Festung
Garnisonkirche auf der Festung Königstein

Die urspr√ľnglich romanische Burgkapelle der Festung wurde 1676 als St. Georgs-Kapelle geweiht. Sie war die erste Garnisonskirche Sachsens und wurde im Jahr 2000 nach umfangreicher Sanierung wieder eingeweiht. Die kleine Kapelle kann von April bis Oktober, am Bu√ü- und Bettag sowie an den Adventswochenenden besichtigt werden. In der Garnisonskapelle wird an vorher festgelegten Terminen ‚ÄěSonntagsmusik in der Garnisonskirche‚Äú gespielt. Hier kann man als Gast einem 15-min√ľtigen Konzert auf der Jehmlich-Orgel lauschen. In den Monaten von November bis M√§rz kann man das Innere der Kirche durch eine verglaste T√ľr betrachten. Ein kleines Highlight wird bei einem Blick durch die gl√§serne T√ľr sichtbar. Hier findet man ein besonderes Wandgem√§lde aus dem 13. Jahrhundert am Altar.

Magdalenenburg

Weinkeller in der Magdalenenburg1621/22 als Renaissanceschl√∂sschen errichtet, diente die Magdalenenburg der Unterbringung des Hofes und als Provianthausf√ľr die Festung K√∂nigstein. Im Fasskeller der Magdalenenburg stand von 1725 – 1818 ein 238.000 Liter fassendes Weinfass aus Zeites vom August des Starken.

1818 wurde die Magdalenenburg in ein kugelsicheres Proviantmagazin umgebaut, hier finden von Mai bis Oktober vereinzelt Sonderausstellungen und Dokumentationen zu verschiedensten Themen statt.

Garnisionsbau

Garnisionbau der Festung

Der Garnisonbau der Festung diente von Beginn an der Unterbringung der Wachen und der Garnison auf der Festung K√∂nigstein. Seit dem die Festung als Sehensw√ľrdigkeit dient, werden im Garnisionsbau Gastronomie und Verwaltung der Festung untergebracht. Hier finden G√§ste die Erlebnisgastronomie “In den Kasematten” und auch den Festungs-Imbis, den Sie als Gast vom Platz der Festung besuchen k√∂nnen. In den Monaten von M√§rz bis September k√∂nnen Sie sich vor dem Garnisonsbau im Biergarten bequem machen und die Atmosph√§re der Festung und vereinzelte Veranstaltungen genie√üen.

Schatzhaus

Schatzhaus Festung Königstein
Schatzhaus Festung Königstein

Aufgrund ihrer sprichw√∂rtlichen Uneinnehmbarkeit wird die Festung seit dem Drei√üigj√§hrigen Krieg, insbesondere in Kriegszeiten, als Aufbewahrungsort f√ľr Kunstsch√§tze wie die Sammlungen der Dresdner Residenz und insbesondere f√ľr die Staatskasse des K√∂nigreichs von Sachsen genutzt. 1854/55 wurde auf dem Gel√§nde der Festung ein Schatzhaus nach Art eines Pulvermagazins errichtet, das zu dieser Zeit auch f√ľr Artilleriegeschosse kugelsicher war.

Unter der Dachabdeckung befindet sich ein ca. 1,20 m starkes Sandsteingew√∂lbe. Die Seiten-mauern sind bis zu 1,80 m stark. Den Zugang sicherte eine dreifache Eisent√ľr. Die Fenster an den Giebelseiten waren durch eiserne Gitter und L√§den gesch√ľtzt. Der Keller des Schatzhauses ‚Äď der vor allem zur Lagerung von gem√ľnztem Geld vorgesehen und genutzt wurde – ist in den gewachsenen Fels eingearbeitet. Im Fu√üboden des Erdgeschosses sind vier Fallt√ľren als Zugang zum Keller eingelassen. Dort sind zum Transport der schweren Geldf√§sser Schienen f√ľr Loren verlegt.

Zwei Millionen Taler, verpackt in 200 F√§ssern, wurden von 1860 bis 1865 im Schatzhaus auf K√∂nigstein gelagert. Also 10.000 Thaler in einem Fass gelagert (St√ľckgewicht ~ 185 kg). Bei dieser Art der ‚ÄěVerpackung‚Äú und des Transports der M√ľnzen ist es √ľbrigens verst√§ndlich, dass M√ľnzen aus dieser Zeit Randfehler und Kerben aufweisen.

Seigerturm

Seigerturm auf der Festung
Kleiner Wachturm mit einer extra schlagenden Glocke

Auf der Westseite der Festungsmauer, √ľber dem Weg zum Tor, befindet sich das Horn mit dem Seigerturm. Dieser Fels- und Wandvorsprung enth√§lt die Hornkasematten, die im fr√ľhen 19. Jahrhundert erbaut wurden. Der Seiger-Turm entstand aus einem um 1601 erbauten Aussichtsturm. Seinen Namen verdankt er der Seigerschelle, die 1603 vom Gr√ľnder der Freiberg-Glocke Hans Hilliger geschaffen wurde.

Diese Glocke wurde zur Glocke der Magdalenenburg geschlagen und informierte so die Wachen am Seigertor und in der näheren Umgebung, die die Glocke der Magdalenenburg sonst nicht gehört hätten.

Die Georgenburg

Georgenburg und Hauptgebäude der Festung Königstein
Georgenburg und Hauptgebäude der Festung Königstein

Erst im Jahre 1605 wurde die alte Burg im Norden umgebaut und an die neuen Geb√§ude im S√ľden √ľber der T√ľr angepasst. Das Geb√§ude erhielt neue Zwergenh√§user, Gew√∂lbe im Erdgeschoss und einen steinernen Torbogen, der dem alten Wendelstein folgte. Das neue Geb√§ude, die Georgenburg wurde erst 1619 unter dem W√§hler Johann Georg I. eingeweiht. Hinter der T√ľr wurde das Geb√§ude von 1622 bis 1622 etwas hinter dem Plateau errichtet, die Magdalenenburg als eigenst√§ndiges und gr√∂√üeres Sommerpalast auf einem l√§nglichen Grundriss und 1631 die Johannissaal als Ballsaal √ľber der T√ľr.

Weitere Highlights der Festung  Königstein

  • Blitzeiche
  • K√∂nigsnase
  • 3 Wacht√ľrme
  • Panoramaaufzug
  • Rothe Br√ľcke
  • Aufgang

Besuch der Festung Königstein in Sachsen

Der Zugang zur Festung K√∂nigstein ist √ľber einen modernen Panoramaaufzug m√∂glich, der das urspr√ľngliche Hebezeug aus dem 16. Jahrhundert ersetzte, oder √ľber den urspr√ľnglichen sehr steilen Weg. Letzteres ist bei weitem interessanter, kann aber bei N√§sse sehr rutschig sein.

An den Zugangstoren, Wehrt√ľrmen und einem langen Tunnel vorbei k√∂nnen Besucher herrliche Panoramen des Elbtals sowie der s√§chsischen Schweiz genossen werden. Einige der Geb√§ude beherbergen Dauerausstellungen und Wechselausstellungen antiker M√∂bel sowie Museen f√ľr Milit√§r- und Ortsgeschichte. Im Sommer finden h√§ufig Vorf√ľhrungen, Veranstaltungen und spezielle F√ľhrungen statt, um die Geschichte der Festung lebendig zu machen.

Mehrere Restaurants, ein Biergarten und Kioske bieten an verschiedenen Stellen der Festung Speisen und Getr√§nke an. Besonders beliebt ist das Erlebnisrestaurant “In den Kasematten”, in dem die Atmosph√§re des Barock gezeigt und nachgebildet wird. Das Essen besteht haupts√§chlich aus lokaler s√§chsischer, ziemlich herzhafter K√ľche und ist reich an Schweinefleisch und Kartoffeln.

√Ėffnungszeiten und Eintrittskarten f√ľr die Festung K√∂nigstein

Die Festung K√∂nigstein ist ganzj√§hrig ge√∂ffnet, der einzige Tag, an dem sie geschlossen ist, ist der 24. Dezember. Auch die t√§glichen √Ėffnungszeiten sind normaler Weise angenehm lang. Die Festung √∂ffnet t√§glich um 9 Uhr und schlie√üt von April bis September um 20 Uhr, im Oktober um 18 Uhr und von November bis M√§rz um 17 Uhr. Einzelausstellungen k√∂nnen etwas k√ľrzere √Ėffnungszeiten haben. Der Eintritt in die Festung betr√§gt 6 ‚ā¨¬† f√ľr Erwachsene und 4 ‚ā¨ f√ľr Kinder √ľber 6 Jahre und Studenten. Kombitickets sind f√ľr Familien erh√§ltlich. Tickets erm√∂glichen den Eintritt in die Festung, alle Ausstellungen und von April bis Oktober die Nutzung des Panoramaaufzugs.

√Ėffnungszeiten:

  • 9 Uhr – 20 Uhr von April bis September
  • 9 Uhr – 18 Uhr von November bis M√§rz

Eintrittspreise:

  • Erwachsene – 6 Euro
  • Kinder, Jugendliche √ľber 6 Jahren – 4 Euro
  • Studenten 4 Euro

Aufgrund der besonderen aktuellen Umst√§nde √∂ffnet die Festung vorerst mit k√ľrzeren √Ėffnungszeiten. Auch die Preise haben sich in diesem Zusammenhang etwas ver√§ndert.

  • Verk√ľrzte √Ėffnungszeiten: 10 ‚Äď 18 Uhr (Einlassschluss: 17 Uhr)
  • Sondereintrittspreise – Pro Person 7 Euro
    Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 16. Lebensjahr haben freien Eintritt.

Wichtiger Hinweis: Innerhalb von Gebäuden benötigen Sie einen Mund-Nasen-Schutz. Bitte nicht vergessen!

Lage und Anfahrt zur Festung

Die Festung K√∂nigstein ist mit einer 20-min√ľtigen Wanderung mit einigen steilen H√§ngen vom Stadtzentrum K√∂nigstein zu erreichen. Die Route ist vom Bahnhof aus gut ausgeschildert. Eine einfachere Alternative ist der Festungs Express – ein Doppeldeckerbus im Vintage-Look, der vom Bahnhof bis knapp unter den Festungseingang f√§hrt.

Die S-Bahn S1 f√§hrt meist zweimal pro Stunde von Dresden (und Mei√üen) nach K√∂nigstein. K√∂nigstein liegt 40 Minuten von Dresden und 5 bis 10 Minuten von den beliebten s√§chsischen St√§dten Stadt Wehlen und Kurort Rathen in der N√§he des Aussichtspunkts Bastei-Br√ľcke entfernt.

Kontakt
Festung Königstein
01824 Königstein
Tel.: +49 (0) 35021 64-607
info@festung-koenigstein.de
www.festung-koenigstein.de

Bilder von der Festung Königstein