Löffelhunde im Zoo Dresden: Erstmals vier Welpen erfolgreich aufgezogen

Löffelhund Zoo Dresden

Wer im Frühsommer durch den Zoo Dresden schlendert, sollte an der Anlage zwischen Ponys und Rotbüffeln einen Moment länger stehenbleiben. Dort tut sich gerade etwas, das es so in der über 160-jährigen Geschichte des Zoos noch nie gegeben hat: Bei den Löffelhunden sind am 10. Mai 2026 vier Jungtiere zur Welt gekommen und diesmal wachsen sie auf.

Seit dem ersten Maiwochenende trauen sich die vier Welpen das erste Mal aus ihrer Wurfhöhle heraus. Für das Zoo-Team ist das mehr als nur eine niedliche Randnotiz. Es ist die erste gelungene Aufzucht von Löffelhunden, die der Zoo Dresden überhaupt verzeichnen kann.

Löffelhund Zoo Dresden

Vierter Anlauf, endlich Erfolg

Bis hierhin war es ein langer Weg. Drei Würfe gab es zuvor, und jedes Mal überlebten die Jungtiere nicht. Die Hoffnung auf eigenen Nachwuchs hatte man im Zoo schon fast begraben. Beim vierten Versuch klappte es nun.

Nach der Geburt zog sich die Mutter für längere Zeit in den Bau zurück und wechselte sich dort mit ihrem Partner ab. Erst in der vierten Lebenswoche wagten sich die Kleinen nach draußen, vorher blieben sie gut geschützt unter der Erde.

Warum bei Löffelhunden die Väter so wichtig sind

Spannend wird es, wenn man sich anschaut, wer bei der Aufzucht eigentlich die Arbeit macht. Nach einer Tragzeit von rund 60 bis 70 Tagen bringen Löffelhunde meist ein bis sechs Welpen zur Welt, die anschließend 14 bis 15 Wochen gesäugt werden. Die Mutter ist in dieser Zeit vor allem mit der Milchproduktion beschäftigt und muss entsprechend viel fressen.

Den Rest übernimmt der Vater. Er bewacht die Welpen, hält sie sauber und beschäftigt sie. Bei dieser Art sind die Männchen also keine Nebendarsteller, sondern tragen einen Großteil dazu bei, dass der Nachwuchs durchkommt, eine Rollenverteilung, die man bei Wildhunden so deutlich selten findet.

Löffelhund Zoo Dresden

Die friedlichsten unter den Hundeartigen

Löffelhunde gelten als die geselligsten Vertreter ihrer Familie. Wo sich andere Fuchsarten gegenseitig die Reviere streitig machen, geht es bei ihnen erstaunlich entspannt zu. Die Gebiete verschiedener Familien dürfen sich ruhig überschneiden, ohne dass Streit entsteht. Untereinander pflegen die Tiere enge Kontakte und betreiben regelmäßig gegenseitige Fellpflege.

Ihren Namen verdanken sie den auffällig großen Ohren, die wie kleine Schüsseln vom Kopf abstehen. Die helfen nicht nur beim Aufspüren von Beute im Boden, sondern geben bei Hitze auch überschüssige Wärme ab.

Mistkäfer auf dem Speiseplan

In ihrer afrikanischen Heimat findet man Löffelhunde oft in der Nähe großer Huftierherden, etwa von Zebras oder Gnus. Das hat einen handfesten Grund: Die Hinterlassenschaften der Pflanzenfresser locken Mistkäfer an, und die stehen bei Löffelhunden ganz oben auf der Lieblingsliste. Insektenfresser unter den Raubtieren also eine ungewöhnliche Kombination.

Löffelhund Zoo Dresden

Wann kann man die kleinen Löffelhunde sehen?

Etwas Geduld braucht es noch. Tagsüber schlafen die vier Welpen viel, und die wachen Phasen sind bislang kurz. Sie werden aber von Woche zu Woche länger. Wer beim Besuch ein wenig Glück und ein gutes Auge mitbringt, kann die Kleinen schon jetzt am Bau oder beim ersten Erkunden der Außenanlage entdecken. Am besten klappt das in den Morgenstunden, wenn die Tiere aktiver sind.

Die Löffelhundanlage liegt im Bereich zwischen Pony- und Rotbüffelgehege, ein lohnender Stopp für alle, die im Zoo Dresden gerade auf der Suche nach tierischem Nachwuchs sind.

Adresse und Anfahrt

Zoo Dresden, Tiergartenstraße 1, 01219 Dresden (Google Maps)

Mit der Straßenbahn kommst du am bequemsten hin: Die Linien 9 und 13 halten direkt an der Südseite des Zoos. Der Zoo liegt am Südrand des Großen Gartens, also gut mit dem Stadtzentrum verbunden.

Wichtig zu wissen: Der Nebeneingang im Großen Garten an der Parkeisenbahn ist dauerhaft geschlossen, die Kasse dort wurde aus Kostengründen aufgegeben. Der Ausgang über das Drehkreuz dort bleibt ganzjährig nutzbar, ist aber nicht für Kinderwagen geeignet. Du gehst also am besten über den Haupteingang an der Tiergartenstraße.

Der Zoo hat an 365 Tagen im Jahr geöffnet. Die Zeiten wechseln saisonal:

ZeitraumÖffnungszeitenKassenschluss
7. Feb – 29. März 20268:30 – 17:30 Uhr16:45 Uhr
30. März – 4. Oktober 20268:30 – 18:30 Uhr17:45 Uhr
5. Oktober – 1. November 20268:30 – 17:30 Uhr16:45 Uhr
2. November 2026 – 5. Februar 20278:30 – 16:30 Uhr15:45 Uhr

Eintritt: Erwachsene 19,00 Euro, Kinder 10,00 Euro.

Hunde sind im Zoo nicht erlaubt, eine Unterbringung ist nicht möglich. Das ist gerade für ein Ausflugsportal eine relevante Info, die viele suchen.

FAQ-Sektion

Wann wurden die Löffelhunde im Zoo Dresden geboren?
Die vier Jungtiere kamen am 10. Mai 2026 zur Welt. Es ist die erste erfolgreiche Aufzucht von Löffelhunden in der Geschichte des Zoos.

Wann kann man die kleinen Löffelhunde sehen?
Die Welpen schlafen tagsüber noch viel, die wachen Phasen werden aber länger. Am besten stehen die Chancen in den Morgenstunden an der Anlage zwischen Pony- und Rotbüffelgehege.

Was fressen Löffelhunde?
Obwohl sie zu den Raubtieren zählen, ernähren sich Löffelhunde fast ausschließlich von Insekten. Besonders gern fressen sie Mistkäfer, die sie in ihrer Heimat in der Nähe großer Huftierherden finden.

Warum sind bei Löffelhunden die Väter so wichtig?
Während die Mutter mit der Milchproduktion beschäftigt ist, übernimmt der Vater einen Großteil der Betreuung. Er bewacht die Welpen, hält sie sauber und beschäftigt sie.


Bilder: Zoo Dresden © Christina Strauß
Pressemitteilung: Download
Pressekontakt: Kerstin Eckart Tel.: (0351) 478 06 34
Webseite: https://www.zoo-dresden.de

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