Dresden Striesen
Dresden Striesen | martinroell-Flickr / Wikipedia CC BY-SA 2.0

Willst du das Leben genie├čen, nimm dein Bett und zieh nach Striesen! Diese uralte Volksweisheit dr├╝ckt aus, was viele Dresdner schon lange wissen, Striesen ist einer der beliebtesten Stadtteile in Dresden.

1350 erstmals als Stresen erw├Ąhnt, bestand das damalige Vorwerk aus mehreren Bauerng├╝tern. Auf der Flur des Gebietes Striesen befand sich damals ein alter Elbarm, wodurch die B├Âden und ├äcker besonders fruchtbar waren, daraus resultierte ein positiver Einfluss auf die Entwicklung des Stadtteiles. Von den Zerst├Ârungen im Drei├čigj├Ąhrigen Krieg blieb Striesen weitestgehend verschont. 1676 mussten Teile der Flur Striesens zur Anlage des Gro├čen Gartens an den Kurf├╝rsten abgetreten werden. Die verbliebenen Nutzfl├Ąchen wurden im 18. Jahrhundert von 28 Bauern und G├Ąrtnern bewirtschaftet, hinzu kamen nach und nach Tagel├Âhner, H├Ąusler und Handwerker. Im Jahre 1813 wurde Striesen als Vorort der Dresdner Festung bei Gefechten zwischen Franzosen und Russen fast g├Ąnzlich niedergebrannt, rund 70 H├Âfe standen in Flammen. Nach Kriegsende brachten mehrere ├ťberschwemmungen Not und Leid in das l├Ąndliche Dorf, doch die Striesener Bev├Âlkerung baute ihr Dorf abermals wieder auf und wuchs weiter. Bereits 1892 wurden die 11.000 Einwohner Striesens nach Dresden eingemeindet. Etwa um die gleiche Zeit erlangte Striesen als einer der ersten Stadtteile einen Stra├čenbahnanschluss nach Dresden. Hinzu kamen Schulen, ein Friedhof sowie ein katholisches Kinderheim. Mit der Industrialisierung um 1900 zogen Unternehmen der Kartonagen- und Kunstabdruckbranche, Zigarettenfabriken sowie Versammlungslokale f├╝r die Arbeiter.

Die FAZ schrieb in einem Artikel vom Juli 2016 ÔÇ×In Striesen ist immer SonntagÔÇť.

Obwohl mitten in der Stadt gelegen, spaziert man eher durch ein Dorf als einen Stadtteil Dresdens. Auf den Hinterh├Âfen und Gartengrundst├╝cken spielen Kinder, es gibt viele Spielpl├Ątze, kleine L├Ądchen zwischen den Gr├╝nderzeitvillen, Sandwege mit altem Baumbestand entlang der Stra├čen. Auch wenn man es nicht vermuten mag, Striesen ist mit knapp 40.000 Einwohnern (auf 3,79 km┬▓) einer der bev├Âlkerungsreichsten Stadtteile Dresdens. Schon der Bebauungsplan von 1860 legte die Parzellenartige Bebauung fest und verhinderte somit eine dichte Bebauung wie in manch anderem Stadtteil. Sollte man sich Striesen ansehen, muss der Weg auf jeden Fall durch den Hermann-Seidel-Park f├╝hren, welcher nach der G├Ąrtnereidynastie Seidel benannt ist.

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