Dresden Dobritz
Dresden Dobritz | Bild: M√ľhle Altdobritz / Paulae/ CC BY-SA 3.0

Die beiden Stadtteile bilden einen gemeinsamen statistischen Stadtteil Dresdens und befinden sich s√ľd√∂stlich des Dresdner Stadtzentrums.

1378 erstmals erwähnt, gehört Seidnitz seit 1902 zu den Dresdner Stadtteilen und befindet sich zwischen Striesen und Reick. Einst gehörte zum Dorf ein Vorwerk, welches sich wiederum im Besitz des Burggrafen von Dohna befand. Über die Jahrhunderte hinweg wurde Seidnitz keine große Bedeutung zuteil, 1745 wurde es bei einem Dorfbrand fast völlig zerstört. Im Laufe der Industrialisierung und dem damit verbundenen Aufschwung in den Nachbarstadtteilen Striesen und Niedersedlitz entstand in Seidnitz ein Arbeiterwohnviertel. Der Stadtteil verlor durch die Bebauung nach und nach seinen ländlichen Charakter und auch in Seidnitz siedelten sich nach und nach Betriebe an.

Teile des alten Dorfkerns sind heute noch an der Bodenbacher Stra√üe und in Altseidnitz erhalten. Mit dem Seidnitz-Center wurde ein Einkaufszentrum errichtet, das nicht nur die Versorgung mit Waren des t√§glichen Bedarfs sicherstellt. Mittlerweile haben sich auch Arztpraxen, zwischenzeitlich Diskotheken und weitere L√§den in das ‚ÄěStadtteilzentrum‚Äú eingemietet. Erw√§hnenswert ist au√üerdem die Pferderennbahn, welche bereits im 18. Jahrhundert f√ľr h√∂fische Feste genutzt wurde. Heute organisiert der Dresdner Rennverein hier mehrmals im Jahr Pferderennen.

Nur ein Jahr nach der ersten Erw√§hnung Seidnitz wurde Dobritz im Jahr 1379 erstmals schriftlich festgehalten. Urspr√ľnglich bestand Dobritz aus den Orten Gro√üdobritz, Kleindobritz und Lippen, letztgenanntes existierte nach einer W√ľstung (verlassene D√∂rfer) nicht mehr.

Die Menschen in Dobritz lebten größtenteils vom Ackerbau aber auch von Bleicherei, Weberei und Spinnerei. Ende des 19. Jahrhunderts siedelte sich eine große Gardinenfabrik (gibt es heute noch) mit 400 Arbeitern an, damit verlor Dobritz seinen Ruf als Bauerndorf. Zur Eingemeindung 1921 stellte Dobritz die Bedingung, bis 1923 an das Straßenbahnnetz angeschlossen zu werden, dies erfolgte aufgrund von Finanzierungsproblemen jedoch erst 1925.

Der statistische Stadtteil Seidnitz/Dobritz erstreckt sich auf 3,79 km¬≤ und beheimatet rund 13.000 Einwohner. Durch den Haltepunkt Dobritz (S-Bahn) sowie zwei Stra√üenbahn- und 7 Buslinien ist es optimal an den √ĖPNV angebunden.

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