Leubnitz-Neuostra
Leubnitz-Neuostra. Bild: Geo-Loge/CC BY-SA 3.0

Die Geschichte von Leubnitz begann im 13. Jahrhundert, ab dem Jahr 1288 gehörte es zum Kloster Altzella bei Nossen und wurde durch die BesitzverhĂ€ltnisse zum Klostergut. Mit seinen weitlĂ€ufigen Feldern und Äckern war es eines der wichtigsten Anbaugebiete des Klosters. Der Zellesche Weg verband das Kloster Altzella mit Leubnitz und besteht auch heute noch. Durch KurfĂŒrst Moritz wurde Leubnitz 1550 wieder Dresden unterstellt, jedoch (noch) nicht eingemeindet. Um im Ostragehege ein Festungsvorwerk anlegen zu können wurde das Dorf Neuostra fĂŒr die Bauern der Dörfer Groß- und Kleinostra angelegt. 1898 wurden die Dörfer Leubnitz und Neuostra vereinigt, die geplante Integration der Dörfer Torna und Gostritz konnte jedoch nicht umgesetzt werden. 1902 erfolgte der Anschluss an das Dresdner Straßenbahnnetz, doch bereits 22 Jahre spĂ€ter wurde diese durch eine Buslinie ersetzt. Die Eingemeindung nach Dresden erfolgte 1921.

Heute stehen weite Teile des Dorfkerns, der vom Leubnitzbach umflossen wird, unter Denkmalschutz. Neben einer lockeren Villen- und Vorortbebauung wurde 1990 am sĂŒdlichen Rand eine Wohnanlage gebaut. Neben der großen Leubnitz-Passage mit vielen Einkaufsmöglichkeiten gibt es auch kleinere LĂ€den, wie zum Beispiel die Kunststopferei Marion Hiltmann.

Sehenswert ist auf jeden Fall die evangelisch-lutherische Kirche, eine der Ă€ltesten Kirchen der Stadt Dresden (erste ErwĂ€hnung um 1233). Da Leubnitz an der Handelsstraße von Mittelsachsen nach Böhmen lag, wird vermutet, dass es bereits im 10. Jahrhundert eine Missionskirche dort gab. Auf dem Friedhof der Kirche ist das wirklich sehenswerte Grabmal vom berĂŒhmten Johann Georg Palitzsch zu finden. Ebenso sehenswert ist der Klosterhof in Leubnitz. Es gibt verschiedene Wanderrouten im SĂŒden Dresdens, die direkt durch Leubnitz fĂŒhren und die zum statistischen Stadtteil gehörenden Orte Leubnitz-Neuostra, Torna und Mockritz miteinander verbinden.

Eine Straßenbahnanbindung gibt es in Leubnitz-Neuostra nicht mehr, dafĂŒr liegt es sehr verkehrsgĂŒnstig an der B 172 und ist ĂŒber drei Buslinien erreichbar. Der statistische Stadtteil Leubnitz-Neuostra mit Torna und Mockritz-Ost beheimatet gut 14.000 Einwohner auf einer FlĂ€che von 3,94 kmÂČ.

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Burgen und Schlösser in Sachsen
Burgen und Schlösser in Sachsen - Taschenbuch (176 pages)
Von Matthias Donath

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