Dresden Hellerberge Heller Landschaft
Dresden Hellerberge Heller Landschaft

Lage

Der statistische Stadtteil Hellerberge ist nach dem Heller, einer Landschaft, benannt, die um 1830 durch Rodung entstanden ist. Der Heller wird im Osten und Westen durch Teile der Dresdner Heide begrenzt. SĂŒdwestlich bildet der Elbhang eine natĂŒrliche Grenze, im Norden liegt der Stadtteil Hellerau, bis zum Stadtzentrum sind es ca. 5 km.

Geschichte

Zwischen den Jahren 1827 und 1989 stand der Heller unter militĂ€rischer Nutzung. Unter anderem wurde ein Exerzierplatz (1827) und ein Artillerie Schießplatz (1837) angelegt. Bis ins Jahr 1865 wurden dort die Herrenmanöver des sĂ€chsischen Hofes durchgefĂŒhrt, ungefĂ€hr sechs Jahre spĂ€ter entstanden Kasernen und WirtschaftsgebĂ€ude. 1874 wurde der Schießplatz nach Zeithain verlegt, dennoch stand der Heller weiterhin unter militĂ€rischer Nutzung und wurde durch das Deutsche Heer und die Reichswehr weiterhin genutzt. In der Zeit des Nationalsozialismus war der Heller Manövergebiet der SS und der deutschen Wehrmacht.

Landschaft

Im Gegensatz zur benachbarten Dresdner Heide ist der Heller eine karge DĂŒnenlandschaft, welche nur spĂ€rlich bewaldet ist. In der NĂ€he zur Dresdner Heide besteht der Heller aus Kiefern und Birken, dazwischen wurden Stieleichen und Robinien eingestreut. Über 160 Jahre lang waren Teile des Hellers der Öffentlichkeit nicht zugĂ€nglich (wĂ€hrend der militĂ€rischen Nutzung, s. o.), die Natur hatte in diesem isolierten Zustand Zeit, außergewöhnliches zu schaffen. Aufgrund seines bedeutsamen Ökosystems und einer vom Dresdner Naturschutzinstitut durchgefĂŒhrten Untersuchung wurde der Heller unter Naturschutz gestellt.

KulturdenkmÀler

Außer Landschaft gibt es im Heller hier und da noch einige Überreste von KulturdenkmĂ€lern wie z. B. das Hauptmann-Hirsch-Denkmal, das zu Ehren des 1822 verstorbenen Hauptmannes Johann Baptista Joseph Hirsch der SĂ€chsischen Armee aufgestellt wurde und heut in einem bedauerlichen Zustand ist.

Bis 1990 war der Heller kaum erschlossen und schwer zugĂ€nglich. Er wird nur von einer Straße durchquert, der Radeburger Straße.

Karte

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