Trachenberge Dresden
Trachenberge Dresden | Bild: X-Weinzar / CC BY-SA 3.0

Trachenberge wurde im 18. Jahrhundert, also im Vergleich zu seinen benachbarten Stadtteilen recht spĂ€t, als Siedlung angelegt. 1812 wurde aus der Siedlung eine eigene Gemeinde. Die Altdresdner Augustiner betrieben Weinbau auf den Fluren der heutigen Großenhainer Straße und dem SchĂŒtzenhof. Historisch nachgewiesen ist, dass  bereits um das Jahr 1670 auf den HĂ€ngen zwischen Geblerstraße und Radeburger Straße Weinberge angelegt wurden. Durch den Zuzug anderer Berufsgruppen gab es im Jahr 1861 lediglich noch 50 von rund 260 Einwohnern, die in der Landwirtschaft tĂ€tig waren.

Ab dem Jahr 1894 wurden verschiedene gemeinnĂŒtzige Einrichtungen in Trachenberge gegrĂŒndet, u.a. eine Gemeinschaft, die Kindersterblichkeit durch die Einnahme von Eselsmilch senken wollte, das sĂ€chsische KrĂŒppelheim und ein Kinderhospital. 1897 erfolgte die Eingemeindung Trachenberges nach Dresden. Im Jahre 1936 wurden in der Hellerhofstraße Kasernen zur Ausbildung der SS-Truppenteile errichtet. Unweit davon wurden im Zweiten Weltkrieg Lager fĂŒr KZ-HĂ€ftlinge und Zwangsarbeiterinnen gebaut und genutzt, davon ist heute allerdings nichts mehr zu sehen.

Das heutige Trachenberge ist vor allem von WohnblockhĂ€usern mit viel Altbestand und einigen Villen geprĂ€gt. Der nach dem Stadtteil benannte Betriebshof Trachenberge wurde 1891 gebaut und war fĂŒr 30 Pferdewagen und 190 Zugpferde geplant. Nach 1900 fanden dort die elektrischen Straßenbahnen ihren Platz. Heute gehört er den Dresdner Verkehrsbetrieben und befindet sich im benachbarten Stadtteil Pieschen, er beheimatet außerdem das Straßenbahnmuseum Dresden.

Statistisch korrekt heißt der Stadtteil Pieschen-Nord/Trachenberge, erstreckt sich auf 3,16 kmÂČ und beheimatet rund 12.600 Einwohner. Neben der verkehrsgĂŒnstigen Anbindung zur Autobahn 4 verkehren zwei Straßenbahn- und fĂŒnf Buslinien sowie eine S-Bahn durch den statistischen Stadtteil.

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