Gorbitz

Das 1206 erstmals erw├Ąhnte Gorbitz teilte sich lange Zeit in zwei selbstst├Ąndige Landgemeinden auf: Ober- und Niedergorbitz.

W├Ąhrend Obergorbitz ein wohlhabendes Bauerndorf war, dessen Bebauung heute noch im oberen Teil der Uthmannstra├če erhalten ist, war Niedergorbitz lange Zeit eine Gemeinde von Tagel├Âhnern und H├Ąuslern und deswegen auch bev├Âlkerungsreicher. 1832 ging das Gorbitzer Kammergut in den Staatsbesitz ├╝ber.

W├Ąhrend der Kriegsgeschehnisse in und um Dresden wurde auch Gorbitz mehrmals Schauplatz von Kriegshandlungen, so zum Beispiel bei der Schlacht ujm Kesselsdorf im 17. Jahrhundert, bei der die Truppen auf den Gorbitzer Fluren eine vernichtende Niederlage einstecken mussten.

1813 wurde auf der heutigen Kesselsdorfer Stra├če 139 ├╝ber den Abzug der franz├Âsischen Besatzung verhandelt, dadurch blieb Dresden eine Belagerung erspart. Durch den Zuzug von Bergleuten aus dem Plauenschen Grund und dem Bau der Kesselsdorfer Stra├če wuchs die Einwohnerzahl in Gorbitz deutlich.

Die katastrophalen Lebensverh├Ąltnisse beg├╝nstigten im Jahr 1873┬á jedoch den Ausbruch der letzten gro├čen Cholereaepedemie, die sich von Gorbitz ├╝ber L├Âbtau bis in die Wilsdruffer Vorstadt ausbreitete. Ab 1921 geh├Ârten Ober- und Niedergorbitz zu Dresden, die bis 1939 veranstaltete Gorbitzer Vogelwiese zog allj├Ąhrlich Besucher aus ganz Dresden an.

1979 begannen die Vorbereitungen zum Bau des Dresdner Neubaugebietes, in dessen Verlauf bereits 1982 die ersten Wohnungen bezogen werden konnten. 1984 wurde die 100.000. Wohnung am W├Âlfnitzer Ring 96 ├╝bergeben. In der Kr├Ąutersiedlung wurden in den letzten Jahren Stockwerke abgebaut, Geb├Ąude hochwertig modernisiert und Spielpl├Ątze installiert.

In Gorbitz gibt es verschiedene Freizeitenrichtungen, wie z. B. die Club-Passage und das Elbamare. Die Einkaufszentren Gorbitz-Center, Sachsenforum sowie weitere Superm├Ąrkte stellen nicht nur Lebensmittel sondern auch Bekleidungsgesch├Ąfte usw. bereit.

Gorbitz beheimatet rund 20.000 Einwohner auf 2,83 km┬▓ und ist durch eine Auffahrt zur A17, drei Stra├čenbahnlinien sowie drei Buslinien gut angebunden.