Rudolf Harbig Stadion Dresden
Rudolf Harbig Stadion Dresden / Innenansicht

Dynamo Dresden ist einer der großen Traditionsvereine im deutschen Fußball. Zwar spielt der Ost-Verein nun seit längerer Zeit keine Rolle mehr in der ersten Bundesliga, allerdings sind es Stimmung und Fans, die dem Verein bundesweit Respekt entgegenbringen. Wer die Stadt Dresden besucht, sollte sich einen Besuch im altehrwürdigen Rudolf-Harbig-Stadion bei einem der stimmungsvollen Heimspiele nicht entgehen lassen.

Ursprünge des Rudolf-Harbig-Stadions

Bereits Ende des 19. Jahrhunderts wurde erstmals eine Sportstätte auf dem Gelände des heutigen Fußball Stadions eingerichtet. In den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts, am 21. Dezember 1922 um genau zu sein, begann dann der Spatenstich für die Dresdner Kampfbahn, die 1937 nach ihrem Gönner, dem Geheimen Hofrat Hermann Ilgen umbenannt wurde. Während des Kriegs wurde die Anlage nahezu vollständig zerstört.

Ilgen-Kampfbahn während des Wiederaufbaus im März 1951

Modernisierung, Neubau und Umbenennung

Nach dem Wiederaufbau wurde die Anlage am 23. September 1951 neu eingeweiht. Namenspatron war von nun an der berühmte Dresdner Leichtathlet Rudolf Harbig, der mehrere Weltrekorde sein eigen nennen konnte. Da Harbig eine Vergangenheit in der NSDAP hatte und dies nicht zum antifaschistischen Bild der DDR passte, benannte man das Stadion Anfang der 1970er Jahre nach seinem Heimteam in Dynamo-Stadion um. Besonders stolz war man in dieser Zeit auf die in Deutschland einzigartige Flutlichtkonstruktion, wegen ihrer langen Stahlmasten auch liebevoll als Giraffen bezeichnet. Nach dem Mauerfall wurde das Stadion einigen Modernisierungsmaßnahmen, wie neuen Sitzbänken und einem neuen Rasen, unterzogen, sodass die Statuten des DFB und der FIFA erfüllt wurden. Da es sich allerdings nur um die notwendigsten Sanierungsmaßnahmen handelte, wurden 2006 die Pläne eines Stadionneubaus an alter Stelle konkretisiert, sodass Ende 2007 mit dem Abriss des alten Stadions, der Neubau beginnen konnte. Nachdem das Stadion im September 2009 eingeweiht wurde, gab die Stadt Dresden bekannt, dass das Stadion ab 2010 nach dem Sponsor Glücksgas als „Glücksgas Stadion“ umbenannt wird. Dieser doch etwas befremdliche Name war bei den Fans sehr umstritten und wurde nach dem Ablauf des Vertrages mit dem Energieunternehmen 2014 wieder abgeschafft. Nach einem kurzen Intermezzo als „DDV-Stadion“ konnten die Fans im Internet an einer Abstimmung über den künftigen Namen teilnehmen. Die Wahl fiel zwischen Dynamo-Stadion und Rudolf-Harbig-Stadion. Der ursprüngliche Name setzte sich durch.

Neue Osttribüne mit den VIP-Logen

Großartiger Support trotz sportlicher Leidenszeit

Aufgrund der anhaltenden sportlichen (und finanziellen) Leidenszeit der Dresdener – derzeit befindet man sich im grauen Mittelfeld der zweiten Liga, ist das Stadion bzw. die Miete an die Stadt immer wieder Gegenstand von Auseinandersetzungen zwischen Stadionbetreiber und Dynamo Dresden. Dennoch ist die Stimmung im Rudolf-Harbig Stadion immer noch eine der besten in Deutschland. Genau aus diesem Grunde lohnt sich trotzdem, immer mal wieder ein paar Online-Sportwetten abzuschließen, wenn Dynamo zuhause spielt. Beim diesjährigen Saisonauftakt beispielsweise, verwandelten die Fans der Dynamo das Rudolf-Harbig-Stadion in ein schwarz-gelbes Tollhaus mit einer großartigen Choreographie und viel Einsatz von Pyrotechnik. Nachdem man leider bereits in der ersten Runde des DFB Pokals gegen den SV Rödinghausen scheiterte, wird der Fokus jetzt natürlich voll auf die zweite Liga gelegt. Trotz des erstklassigen Supports geht es für die Verantwortlichen in erster Linie darum, die Klasse zu halten. Ein Abstieg in die dritte Liga wäre nicht nur finanziell eine Katastrophe. Aber momentan stehen die Chancen gar nicht so schlecht, dass Dynamo auch in der kommenden Saison wieder stimmungsreiche Heimspiele in der zweiten Liga im Rudolf-Harbig-Stadion bestreiten wird.

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